Arginin | (2S)-2-Amino-5-guanidinopentansäure
Arginine
L-Arginin ist eine semi-essentielle proteinogene Aminosäure. In der Kosmetik wird sie aufgrund ihrer feuchtigkeitsbindenden und pH-regulierenden Eigenschaften eingesetzt.
- Semi-essentielle Aminosäure: Ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers und wichtiger Baustein von Proteinen.
- Natürlicher Feuchthaltefaktor (NMF): Unterstützt die Haut dabei, Feuchtigkeit in der obersten Schicht zu binden und Trockenheit vorzubeugen.
- pH-Wert-Regulierung: Dient in Formulierungen als basische Komponente, um den optimalen pH-Wert von Pflegeprodukten einzustellen.
- Stärkung der Hautbarriere: Trägt zur Aufrechterhaltung der Schutzfunktion der Haut bei und verbessert die Hydratation.
- Vielseitige Anwendung: Wird sowohl in der Gesichtspflege als auch in Haarpflegeprodukten zur Konditionierung eingesetzt.
- Gute Verträglichkeit: Gilt als sehr sicher und sanft, da es sich um einen körpereigenen Stoff handelt.
Arginin fungiert als natürlicher Feuchthaltefaktor (NMF) der Epidermis. Es unterstützt die Barrierefunktion, indem es die Hydratation der Hornschicht verbessert. Aufgrund seiner basischen Aminogruppe wirkt es zudem als Puffer zur Stabilisierung des pH-Wertes in kosmetischen Formulierungen.
In kosmetischen Formulierungen dient Arginin primär als pH-Einsteller (Neutralisationsmittel für saure Wirkstoffe wie Polyhydroxysäuren) sowie als Feuchthaltemittel (Humectant). Zudem wird es aufgrund seiner Affinität zu Keratin in Haarpflegeprodukten zur Verbesserung der Kämmbarkeit und zur Reduktion statischer Aufladung verwendet.
Arginin ist als körpereigene Substanz umfassend untersucht. Die biochemische Relevanz ist durch seine Rolle im Harnstoffzyklus und als Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO) gut belegt. Dermatologische Studien fokussieren primär auf die Auswirkungen auf die Hautbarriere und die Wundheilung.
Der Forschungsstand zu Arginin ist exzellent. Eine randomisierte, kontrollierte Studie untersuchte die Auswirkungen von L-Arginin auf die Hautfeuchtigkeit und konnte eine signifikante Verbesserung der Hydratation durch die Applikation von Arginin-haltigen Formulierungen belegen (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22458557/). Weitere in-vitro Untersuchungen deuten auf eine potenzielle Förderung der Kollagensynthese hin, wobei die klinische Relevanz bei topischer Anwendung weiter diskutiert wird (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18331306/).

