Glutaminsäure | 2-Aminopentandisäure
Glutamic Acid
Glutaminsäure ist eine nicht-essentielle proteinogene Aminosäure, die in der Kosmetik primär als Hautpflegemittel und pH-Wert-Regulator eingesetzt wird.
- Nicht-essentielle, proteinogene Aminosäure
- Natürlicher Bestandteil des Natural Moisturizing Factor (NMF) der Haut
- Dient als Feuchthaltemittel durch hohes Wasserbindungsvermögen
- Unterstützt die Aufrechterhaltung des hauteigenen pH-Wertes
- Fungiert als Puffer zur Stabilisierung kosmetischer Formulierungen
- Trägt zur Pflege und Geschmeidigkeit der Hautoberfläche bei
- Ausgangsstoff für weitere wichtige Hautpflegestoffe wie Sodium PCA
Als Bestandteil des Natural Moisturizing Factor (NMF) trägt Glutaminsäure zur Hydratation der Epidermis bei, indem sie Wasser bindet. Sie unterstützt die Integrität der Hautbarriere und dient als Vorläufersubstanz für metabolische Prozesse in den Keratinozyten.
In kosmetischen Formulierungen fungiert Glutaminsäure als Hautpflegemittel zur Verbesserung des Feuchtigkeitsgehalts sowie als Puffer zur Stabilisierung des pH-Wertes. Zudem dient sie als Ausgangsstoff für Derivate wie Natriumglutamat, die als Tenside oder Emulgatoren Anwendung finden.
Glutaminsäure ist eine gut untersuchte Aminosäure. Ihre Rolle im NMF der menschlichen Haut ist wissenschaftlich etabliert. Die Forschung konzentriert sich primär auf ihre metabolische Bedeutung sowie ihre Fähigkeit, in topischen Formulierungen die Barrierefunktion durch Osmoregulation zu unterstützen.
Die Datenlage zur Glutaminsäure ist umfangreich. Studien belegen, dass Aminosäuren als NMF-Komponenten essentiell für die Hydratation des Stratum corneum sind. Eine Übersichtsarbeit von Harding et al. (2000) verdeutlicht die Bedeutung von Aminosäurekonzentrationen für die Hautbarriere. In-vitro-Studien untersuchten zudem den Einfluss von Glutaminsäure auf die zelluläre Proliferation. Quellen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10766371/ (Harding et al., 2000). Weitere metabolische Studien zur Aminosäureaufnahme in Keratinozyten bestätigen deren Relevanz für die Hautphysiologie.

