Glycin | 2-Aminoessigsäure
Glycine
Glycin ist die einfachste proteinogene Aminosäure. In der Kosmetik dient sie als Feuchthaltemittel, Pufferkomponente und zur Unterstützung der Hautbarrierefunktion.
- Kleinste und einfachste proteinogene Aminosäure
- Natürlicher Bestandteil des Natural Moisturizing Factor (NMF) der Haut
- Unterstützt die Bindung von Feuchtigkeit in der Hornschicht
- Dient als Baustein für körpereigene Proteine wie Kollagen und Elastin
- Hilft bei der Regulierung und Stabilisierung des pH-Werts in Pflegeprodukten
- Trägt zur Aufrechterhaltung der natürlichen Hautbarriere bei
- Wirkt als Konditionierungsmittel für ein glatteres Hautgefühl
Als Bestandteil des NMF trägt Glycin zur Hydratation des Stratum corneum bei. Es wirkt als Vorläufermolekül bei der Biosynthese von Kollagen und Elastin. Zudem weist es antioxidative Eigenschaften auf, die zum Schutz der Haut vor oxidativem Stress beitragen können.
Glycin fungiert primär als Hautkonditionierungsmittel (humectant). Aufgrund seiner Pufferkapazität wird es zur Stabilisierung des pH-Werts in kosmetischen Formulierungen eingesetzt. Es verbessert die sensorischen Eigenschaften von Emulsionen und unterstützt die Integrität der epidermalen Barriere.
Glycin ist als essenzielle Komponente der extrazellulären Matrix und des NMF gut dokumentiert. Die Forschung konzentriert sich primär auf seine Rolle bei der Kollagenbildung und seine Fähigkeit, durch Modulation der Zellsignalisierung oxidative Schäden in Fibroblasten zu reduzieren.
Der Forschungsstand zu Glycin ist umfangreich. In-vitro-Studien belegen die Bedeutung von Glycin für die Synthese von Kollagen Typ I. Eine Übersichtsarbeit von Melendez-Hevia et al. (2009) unterstreicht die metabolische Relevanz und Biosynthese. Weitere Untersuchungen (z.B. durch de Paz-Lugo et al., 2018) fokussieren auf die Bedeutung für das Bindegewebe. Zudem existieren zahlreiche Studien zur Rolle von Aminosäuren im NMF, die die hydratisierende Wirkung bestätigen (PubMed: 19839957, 29751615).

