Phospholipide | Glycerophospholipide (Phosphatidylcholine, Phosphatidylethanolamine)
Phospholipids
Phospholipide sind amphiphile Lipide, die als Hauptbestandteil biologischer Zellmembranen fungieren. In der Kosmetik dienen sie als Emulgatoren und Wirkstoffträger.
- Strukturgebende Bestandteile aller biologischen Zellmembranen
- Dienen als natürliche Emulgatoren zur stabilen Verbindung von Öl- und Wasserphasen
- Unterstützen die hauteigene Barrierefunktion durch Ergänzung der epidermalen Lipide
- Tragen zur Bewahrung des Feuchtigkeitshaushalts der Haut bei
- Ermöglichen als Transportmittel eine verbesserte Aufnahme anderer kosmetischer Inhaltsstoffe
- Besitzen eine hohe Biokompatibilität aufgrund ihrer hautähnlichen Struktur
- Amphiphile Molekülstruktur mit sowohl wasser- als auch fettfreundlichen Eigenschaften
Phospholipide unterstützen die Barrierefunktion des Stratum corneum, indem sie die epidermalen Lipide ergänzen. Sie fördern die Hydratation durch Okklusionseffekte und verbessern die Penetration topisch applizierter Wirkstoffe durch ihre membranähnliche Struktur.
Sie fungieren als natürliche Emulgatoren zur Stabilisierung von Öl-in-Wasser-Emulsionen. Zudem werden sie zur Herstellung von Liposomen und Nanopartikeln verwendet, um die Bioverfügbarkeit lipophiler Wirkstoffe in der Haut zu erhöhen.
Phospholipide sind exzellent erforscht. Ihre Rolle in der Hautphysiologie und ihre Interaktion mit dem Stratum corneum sind durch zahlreiche in-vitro- und in-vivo-Studien belegt. Sie gelten als biokompatible und nicht-irritierende Substanzen.
Der Forschungsstand ist umfassend. Ein systematischer Review (PMID: 25556272) belegt die Wirksamkeit von Phospholipiden in der topischen Anwendung zur Wiederherstellung der Hautbarriere. In-vitro-Studien zeigen, dass Phospholipid-basierte Vehikel die Permeabilität der Haut für Wirkstoffe signifikant erhöhen können (PMID: 17350700). Studien bestätigen zudem ihre Rolle bei der Behandlung von atopischer Dermatitis durch die Stabilisierung der epidermalen Lipidmatrix (PMID: 29777555).

