Squalan | 2,6,10,15,19,23-Hexamethyltetracosan
Squalane
Squalan ist ein gesättigter Kohlenwasserstoff (Hydrierungsprodukt von Squalen), der als hautverträglicher Emolliens die Barrierefunktion und Geschmeidigkeit unterstützt.
• Squalan ist ein gesättigter Kohlenwasserstoff, der als stabiles Hydrierungsprodukt aus pflanzlichem Squalen (z. B. aus Oliven oder Zuckerrohr) gewonnen wird.
• Es fungiert als hochwertiges Emolliens, das die Hautoberfläche glättet und die natürliche Barrierefunktion des Stratum corneum unterstützt.
• Aufgrund seiner chemischen Ähnlichkeit zu Bestandteilen des menschlichen Sebums weist es eine exzellente Hautverträglichkeit auf.
• Der Inhaltsstoff bewahrt die Haut vor transepidermalem Wasserverlust, ohne einen schweren oder fettigen Film zu hinterlassen.
• In kosmetischen Formulierungen dient es als Spreitmittel, das das Einziehverhalten und das sensorische Hautgefühl verbessert.
• Im Gegensatz zu ungesättigten Ölen ist Squalan besonders oxidationsstabil und reagiert unempfindlich gegenüber Sauerstoff und Licht.
Squalan integriert sich aufgrund seiner lipophilen Eigenschaften in den oberflächlichen Lipidfilm des Stratum corneum und wirkt als Emolliens, wodurch die Hautoberfläche geglättet und die sensorische Trockenheit reduziert wird. Durch okklusive bzw. semiokklusive Effekte kann der transepidermale Wasserverlust vermindert werden, was insbesondere bei xerotischer oder barrieregeschädigter Haut zu einer messbaren Verbesserung der Hydratation beitragen kann. Da Squalan gesättigt ist, ist es gegenüber Lipidperoxidation deutlich stabiler als Squalen und trägt weniger zur Bildung oxidativer Abbauprodukte bei; dies ist relevant für Verträglichkeit und Formulierungsstabilität.
Squalan wird in Hautpflegeprodukten als Emolliens, Konsistenz- und Spreitmittel sowie als lipophiles Lösungsmittel/Träger für fettlösliche Wirkstoffe eingesetzt. Es verbessert die sensorischen Eigenschaften (Gleitfähigkeit, nicht klebriges Hautgefühl) und kann in Barrierereparatur-Formulierungen als Bestandteil der lipiden Phase dienen. In Reinigungsprodukten wird es zur Reduktion von Entfettungseffekten verwendet. Die Funktion ist überwiegend physikochemisch (Barriere- und Sensorikmodulation) und nicht als pharmakologischer Wirkstoff zu verstehen.
Squalen ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Sebums; Squalan ist die hydrierte, gesättigte Form. Die Sättigung reduziert die Reaktivität gegenüber Sauerstoffradikalen und minimiert die Neigung zur Bildung von Lipidperoxiden. Topisch applizierte Emollientien wie Squalan beeinflussen die Barrierefunktion vor allem durch Auffüllen/Modulation der interzellulären Lipidmatrix und durch okklusive Effekte, wodurch der transepidermale Wasserverlust sinken kann. Die Bewertung der Wirksamkeit erfolgt typischerweise mittels TEWL-Messung, Corneometrie (Hydratation) und klinischer Xerose-Scores; die Effekte sind formulierungs- und dosisabhängig und lassen sich nicht ohne Studien direkt quantifizieren.
Die publizierte Evidenz zu Squalan als isoliertem kosmetischem Inhaltsstoff ist im Vergleich zu klassischen Barrierelipiden (z. B. Ceramide) begrenzt und häufig in Form von Übersichtsarbeiten oder Formulierungsstudien verfügbar. Gut belegt ist die physiologische Relevanz von Squalen als Sebumkomponente sowie die Problematik der Oxidation von Squalen und die daraus abgeleiteten Vorteile einer stabileren, gesättigten Alternative (Squalan) hinsichtlich Formulierungsstabilität. Klinische Daten, die spezifisch Squalan monotherapeutisch gegen Placebo vergleichen, sind nicht konsistent und oft nicht eindeutig separierbar von Gesamteffekten der Formulierung; daher sollten Aussagen zur klinischen Überlegenheit gegenüber anderen Emollientien zurückhaltend formuliert werden.

