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Panthenol | (2R)-2,4-Dihydroxy-N-(3-hydroxypropyl)-3,3-dimethylbutanamid

Panthenol

Panthenol (Provitamin B5) ist ein hygroskopischer Feuchthaltefaktor, der die Barrierefunktion unterstützen und irritierte Haut beruhigen kann.
• Fungiert als effektives Feuchthaltemittel (Humectant), das die Hydratation der obersten Hautschicht verbessert.
• Unterstützt die natürliche Barrierefunktion der Haut und schützt vor transepidermalem Wasserverlust.
• Besitzt hautberuhigende Eigenschaften und mindert Anzeichen von Irritationen oder Rötungen.
• Fördert die Regeneration der Hautoberfläche durch Unterstützung der physiologischen Zellerneuerung.
• Wird nach dem Einziehen in die Haut in Pantothensäure (Vitamin B5) umgewandelt, ein essenzieller Bestandteil des Zellstoffwechsels.
• Zeichnet sich durch eine sehr hohe Verträglichkeit aus und ist für alle Hauttypen, einschließlich empfindlicher Haut, geeignet.

Topisch appliziertes Panthenol (Dexpanthenol ist das biologisch aktive Enantiomer) wirkt primär als Humectant, erhöht die Hydratation des Stratum corneum und kann die Regeneration der epidermalen Barriere nach experimenteller oder klinischer Irritation unterstützen. Es wird in der Haut zu Pantothensäure metabolisiert, einem Bestandteil von Coenzym A, wodurch zelluläre Stoffwechselprozesse (z. B. Lipidsynthese und Wundheilungsprozesse) indirekt unterstützt werden können. Klinisch werden eine Reduktion von Rauigkeit, Erythem und subjektiven Irritationssymptomen sowie eine Verbesserung von Trockenheit beschrieben; die Evidenz ist je nach Indikation und Formulierung unterschiedlich robust.

In kosmetischen Formulierungen wird Panthenol als Feuchthaltemittel, konditionierender Wirkstoff und zur Unterstützung der Hautbarriere eingesetzt. Es findet Anwendung in Leave-on- und Rinse-off-Produkten, insbesondere in Produkten für trockene, empfindliche oder irritierte Haut sowie in After-Sun- und Aftershave-Formulierungen. Dexpanthenol wird auch in dermokosmetischen Produkten zur unterstützenden Pflege bei Barrierestörungen verwendet; die Wirksamkeit ist stark von Konzentration, Vehikel und Begleitlipiden/Okklusiva abhängig.

Panthenol ist der alkoholische Analogon der Pantothensäure (Vitamin B5). Nach kutaner Penetration kann es enzymatisch zu Pantothensäure oxidiert werden, die als Vorstufe von Coenzym A essenziell für Acylgruppen-Transferreaktionen ist. Experimentell und klinisch wurden für Dexpanthenol feuchtigkeitssteigernde Effekte, eine Verbesserung der Barriereparameter (u. a. TEWL) sowie günstige Einflüsse auf die Re-Epithelisierung und Symptomlinderung bei irritierter Haut beschrieben. Mechanistisch werden neben Humectant-Effekten eine Unterstützung der epidermalen Differenzierung und der Lipidorganisation diskutiert; belastbare direkte molekulare Nachweise am Menschen sind im Vergleich zu den klinischen Endpunkten begrenzt.

Die Evidenz zu topischem Panthenol/Dexpanthenol umfasst klinische Studien zur Behandlung oder unterstützenden Pflege bei irritativer Dermatitis, trockener Haut und zur Barriere-Regeneration nach definierten Irritationsmodellen sowie Übersichtsarbeiten. Im Vergleich zu Keratolytika oder pharmakologischen Antientzündlichen ist die Effektstärke meist moderat, aber konsistent für Hydratation und Symptomlinderung, insbesondere in geeigneten Vehikeln (z. B. Emulsionen mit okklusiven Komponenten). Für kosmetische Claims sind vor allem kontrollierte Studien mit objektiven Barrieremessungen (TEWL, Corneometrie) relevant; die Publikationslage ist heterogen und enthält auch herstellernahe Studien, weshalb eine kritische Bewertung des Studiendesigns notwendig ist.