Polyethylen | Polyethen (Ethen-Homopolymer)
Polyethylene
Polyethylen ist ein thermoplastischer Kunststoff aus der Gruppe der Polyolefine. In der kosmetischen Industrie wird es primär in Form von Mikropartikeln oder Wachsen als Viskositätsregler, Filmbildner oder Abrasivmittel eingesetzt.
Polyethylen ist chemisch inert, wasserunlöslich und weist eine hohe thermische Stabilität auf. Die physikalischen Eigenschaften hängen stark vom Polymerisationsgrad ab, der von wachsartigen Feststoffen bis hin zu hochmolekularen, kristallinen Strukturen variiert. Es ist gegenüber den meisten kosmetischen Inhaltsstoffen stabil und zeigt keine signifikante dermale Penetration aufgrund des hohen Molekulargewichts.
Der Stoff fungiert als Viskositätsregler (Erhöhung der Konsistenz), als Filmbildner zur Ausbildung einer okklusiven Schicht auf der Hautoberfläche sowie als Abrasivmittel in physikalischen Peelings. Zudem dient es als Bindemittel in komprimierten Formulierungen.
Der Forschungsstand zu Polyethylen ist umfangreich, da es als Standardpolymer in der Industrie etabliert ist. Die dermatologische Forschung konzentriert sich primär auf die Sicherheit bei topischer Anwendung sowie die ökologische Auswirkung von Mikroplastikpartikeln. Eine Sicherheitsbewertung durch das Cosmetic Ingredient Review (CIR) Expert Panel stuft Polyethylen in den üblichen kosmetischen Konzentrationen als sicher für die topische Anwendung ein (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17066606/). Die dermale Resorption ist aufgrund der hohen Molmasse vernachlässigbar. Diskussionen in der Literatur fokussieren sich zunehmend auf die ökologische Persistenz in aquatischen Systemen nach der Verwendung in Rinse-off-Produkten, was zu regulatorischen Einschränkungen für Mikroplastik in vielen Regionen geführt hat.

