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Natriumbenzoat | Natrium-benzoat (C7H5NaO2)

Sodium Benzoate

Natriumbenzoat ist das Natriumsalz der Benzoesäure und fungiert in kosmetischen Formulierungen primär als mikrobiologischer Konservierungsstoff. Es ist in der EU gemäß der Kosmetikverordnung (Anhang V) für diesen Zweck zugelassen.

Natriumbenzoat liegt als weißes, kristallines Pulver oder Granulat vor. Es ist gut wasserlöslich und weist eine hohe thermische Stabilität auf. Der Stoff ist chemisch stabil, jedoch ist bei der Formulierung die Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen zu beachten, da eine Inaktivierung durch nicht-ionische Tenside oder eine pH-Verschiebung in den basischen Bereich die antimikrobielle Wirksamkeit signifikant reduzieren kann.

Konservierungsmittel. Der Stoff wirkt primär fungistatisch und bakteriostatisch, indem er das Wachstum von Mikroorganismen wie Hefen, Schimmelpilzen und einigen Bakterienarten hemmt. Die Wirksamkeit ist pH-abhängig und entfaltet sich optimal in einem sauren Milieu (pH-Wert unter 5,0), da hier die undissoziierte Benzoesäure vorliegt, welche die Zellmembranen von Mikroorganismen penetrieren kann.

Der Forschungsstand zu Natriumbenzoat ist als sehr umfangreich und gut etabliert zu bewerten, da der Stoff seit Jahrzehnten sowohl in der Lebensmittel- als auch in der Kosmetikindustrie breitflächig eingesetzt wird. Das Sicherheitsprofil wurde durch zahlreiche toxikologische Studien und regulatorische Reviews bewertet. Ein wesentlicher Aspekt der Studienlage ist die Untersuchung der pH-abhängigen Wirksamkeit sowie der dermalen Verträglichkeit. Ein Review der Cosmetic Ingredient Review (CIR) Expert Panel bewertete Benzoesäure und Natriumbenzoat als sicher für die Verwendung in Kosmetika bei den aktuellen Konzentrationsgrenzen (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11594747/). In-vitro-Studien zur antimikrobiellen Aktivität bestätigen die Wirksamkeit gegen verschiedene Spezies, wobei die Abhängigkeit vom pKa-Wert (4,2) der Benzoesäure zentral für die mikrobiologische Stabilität von Formulierungen ist. Es existieren keine Hinweise auf ein signifikantes allergenes Potenzial bei topischer Anwendung in zugelassenen Konzentrationen.