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Artikel: Poren verkleinern: Was funktioniert und was nicht

Frau mit klarer, reiner Haut

Poren verkleinern: Was funktioniert und was nicht

Große Poren gehören zu den häufigsten kosmetischen Anliegen. Auch wenn die Porengröße genetisch festgelegt ist und sich nicht dauerhaft ändern lässt, gibt es evidenzbasierte Ansätze, die das Erscheinungsbild sichtbar verfeinern können. Dieser Artikel erklärt, was Poren tatsächlich beeinflusst und welche Wirkstoffe in klinischen Studien Ergebnisse gezeigt haben.

Was Poren sind — und was sie beeinflusst

Poren sind die Öffnungen der Haarfollikel an der Hautoberfläche. Jeder Follikel enthält eine Talgdrüse, die Sebum (Hautfett) produziert. Die sichtbare Größe einer Pore wird von drei Hauptfaktoren bestimmt: der Menge an produziertem Sebum, der Elastizität des umliegenden Gewebes und dem Vorhandensein von Verstopfungen in der Pore.

Eine Studie im Skin Research and Technology Journal (2016) identifizierte die wesentlichen Einflussfaktoren auf die wahrgenommene Porengröße: Sebumproduktion, Hautalterung (Kollagenverlust), Geschlecht (Männer haben tendenziell größere Poren) und ethnischer Hintergrund. Umweltfaktoren wie UV-Exposition spielen ebenfalls eine Rolle, da sie die Kollagenstruktur um die Poren herum schädigen können.

Was große Poren verursacht

Übermäßige Talgproduktion

Je mehr Sebum eine Drüse produziert, desto weiter wird der Follikelkanal und desto größer erscheint die Pore. Hormonelle Veränderungen — besonders Androgene in der Pubertät — können die Talgproduktion erhöhen. Fettige Haut weist daher typischerweise vergrößerte Poren auf, insbesondere in der T-Zone.

Verstopfungen (Komedonen)

Wenn Sebum, abgestorbene Hautzellen und Keratinreste sich in der Pore ansammeln, dehnt sich die Porenöffnung. Mitesser (offene Komedonen) sind sichtbare Verstopfungen, die die Pore mechanisch weiten. Werden diese entfernt, kann die Pore optisch kleiner erscheinen.

Hautalterung und UV-Schäden

Mit dem Alter nimmt die Kollagen- und Elastinproduktion ab. Das Gewebe um die Poren verliert an Festigkeit, wodurch die Poren optisch größer wirken — ein Effekt, der durch chronische UV-Exposition (Photoaging) beschleunigt wird.

Was die Forschung zeigt: Wirkstoffe die Poren verfeinern

Salicylsäure (BHA)

Salicylsäure ist lipophil — sie kann in die Pore eindringen und dort Sebum und Verstopfungen auflösen. Eine Studie in Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology (2019) zeigte, dass 2% Salicylsäure über 12 Wochen die Porengröße messbar reduzierte, indem sie Komedonen auflöste und die Talgproduktion regulierte. Mehr über chemische Peelings

Niacinamid

Niacinamid (Vitamin B3) hat in mehreren Studien eine regulierende Wirkung auf die Sebumproduktion gezeigt. Eine kontrollierte Studie im Journal of Cosmetic and Laser Therapy (2006) ergab, dass 2% Niacinamid über 4 Wochen die Sebumausscheidung signifikant senkte. Weniger Sebum bedeutet weniger Dehnung der Poren.

Retinol

Retinol fördert die Zellerneuerung und die Kollagenproduktion. Dadurch wird die Hautstruktur um die Poren herum gestrafft und die Porenöffnungen wirken feiner. Eine Langzeitstudie im Journal of Cosmetic Dermatology (2015) bestätigte, dass topisches Retinol über 12 Wochen die sichtbare Porengröße reduzieren kann. Alles über Retinol

AHA (Glykolsäure, Mandelsäure)

Alpha-Hydroxysäuren wie Mandelsäure und Gluconolacton lösen die oberste Schicht abgestorbener Hautzellen auf. Dies verhindert, dass Keratinreste die Poren verstopfen, und kann die Hautoberfläche glatter und ebenmäßiger erscheinen lassen.

Sonnenschutz

UV-Strahlung schädigt Kollagen und Elastin — die Stützstruktur um die Poren. Täglicher SPF 30+ kann den altersbedingten Kollagenverlust verlangsamen und damit dem Ausweiten der Poren vorbeugen.

Was nicht funktioniert

  • Poren „öffnen und schließen": Poren haben keine Muskeln. Dampf oder kaltes Wasser können Poren weder öffnen noch schließen — Dampf kann lediglich Sebum etwas aufweichen und die Reinigung erleichtern
  • Pore Strips: Nasenstrips können oberflächliche Verstopfungen kurzfristig entfernen, verändern aber nicht die Porengröße und können bei häufiger Anwendung die Haut reizen
  • Aggressive Reinigung: Übermäßiges Waschen oder scharfe Reiniger können die Hautbarriere schädigen, was die Talgproduktion paradoxerweise erhöht

Eine realistische Perspektive

Die genetisch festgelegte Porengröße lässt sich durch topische Produkte nicht dauerhaft ändern. Was möglich ist: Verstopfungen lösen (die Poren mechanisch weiten), Talgproduktion regulieren und die Kollagenstruktur um die Poren stärken. Das Ergebnis ist ein optisch feineres Porenbild — keine „Eliminierung" von Poren. Für stärkere Ergebnisse stehen dermatologische Verfahren wie fraktioniertes Lasern oder Microneedling zur Verfügung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine dermatologische Beratung. Bei stark vergrößerten Poren oder anhaltenden Hautproblemen sollte eine Hautärztin oder ein Hautarzt konsultiert werden.

Quellen

  • Lee SJ et al. Facial Pores: Definition, Causes, and Treatment Options. Dermatol Surg. 2016;42(3):277–285.
  • Draelos ZD et al. The effect of 2% niacinamide on facial sebum production. J Cosmet Laser Ther. 2006;8(2):96–101.
  • Kligman AM, Kligman LH. Photoaging. Dermatol Clin. 1986;4(3):517–528.
  • Arif T. Salicylic acid as a peeling agent: a comprehensive review. Clin Cosmet Investig Dermatol. 2015;8:455–461.
  • Mukherjee S et al. Retinoids in the treatment of skin aging. Clin Interv Aging. 2006;1(4):327–348.
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